Soja statt Jaguar
 
Kaum noch Platz fuer Jaguare in Brasilien

Brasiliens Jaguar verliert seine Lebensräume: Lateinamerikas größte Raubkatze droht in drei von fünf brasilianischen Ökosystemen auszusterben - nicht mal in Schutzgebieten sind sie sicher.

Nach Tiger und Löwe ist der Jaguar die weltweit größte Raubkatze. Einst in fast ganz Brasilien verbreitet droht sie nun in drei seiner fünf Ökosysteme auszusterben. Nicht mal in den Schutzgebieten sind die gefleckten Großkatzen sicher. Nur noch wenige hundert Jaguare leben in den Biomen Atlantischer Regenwald (Mata Atlântica), Cerrado und Caatinga. Schuld sind vor allem Abholzung, Agrobusiness und großflächige Monokulturen sowie illegale Jagd, Bergbau und Autounfälle. Lediglich in Amazonien und im Pantanal gibt es noch langfristig überlebensfähige Populationen dieser einzigartigen Raubkatze.

Mata Atlântica

"Pumas sehen wir hier noch häufig, doch ein Jaguar hat sich hier seit Jahren nicht mehr blicken lassen", beklagt Marcelo Ferreira, Wart des rund 1000 Quadratkilometer großen, zwischen Rio de Janeiro und São Paulo gelegenen Nationalparks Serra da Bocaina. Zuletzt vor vier Jahren, 2013, fand einer der Parkangestellten einen Tatzenabdruck im Schutzgebiet. Ein daraufhin angereistes internationales Forscherteam rund um den Großkatzenspezialisten George Schaller blieb allerdings erfolglos. Der wahrscheinlich letzte Jaguar des Parque Nacional da Serra da Bocaina tappte nicht in die Fotofallen der Forscher. Die Situation des 1971 gegründeten Nationalparks von Bocaina ist symptomatisch für viele Schutzgebiete und Jaguar-Habitate in der Region des Atlantischen Regenwaldes. Dieses subtropische Waldökosystem, Mata Atlântica genannt, zog sich einst von Nordargentinien, Paraguay und Südbrasilien entlang der Atlantikküste bis nach Nordostbrasilien und gilt als eines der zehn artenreichsten Hotspots unseres Planeten. Nichtsdestoweniger sind nur sieben Prozent dieses einst 1,7 Millionen Quadratkilometer großen Jaguar-Habitats in Brasilien erhalten, verteilt auf Dutzende von Waldresten und Schutzgebieten, die zudem in der Mehrzahl zu klein sind, um eigene Jaguarpopulationen zu erhalten.

Auch im 1825 Quadratkilometer großen Nationalpark von Iguaçu im Westen des Bundesstaats Paraná ist das Überleben von Lateinamerikas größter Raubkatze alles andere als sicher. Von der im Jahr 2000 auf rund 150 Tiere geschätzten Jaguar-Population leben heute nur noch etwa sechs bis höchstens. Die meisten der Raubkatzen wurden von Trophäenjägern illegal erlegt oder gefangen, ist sich der Chefbiologe und Koordinator des Iguaçu-Raubtierprojekts Apolônio Rodrigues sicher. Der vergangenen März im Fachblatt Science Daily veröffentlichte Bericht "Where the few Jaguars still alive are hiding" bekräftigt den dramatischen Rückgang der Jaguar-Population um 90 Prozent im Iguacu-Nationalpark, der zudem auf brasilianischer Seite von Soja- und Maismonokulturen bis an die Parkgrenzen eingeschlossen ist. Eine Pufferzone gibt es nicht. Die Überlebenschance der Raubkatzen, die das Schutzgebiet auf der Suche nach Nahrung oder Paarungspartnern verlassen, ist deshalb minimal. Die Jaguarpopulation gehe in allen Restbeständen der Mata Atlântica zurück, schließt der Bericht. Die Tiere seien gezwungen, weite Strecken zwischen den Schutzgebieten zu wandern, was oft zu tödlichen Kontakten mit dem Menschen führe. Die Raubkatzen riskieren von Fazendeiros, die Angst um ihr Vieh haben, erschossen oder von Autos und Lastwagen überfahren zu werden.

Cerrado

Brasiliens Cerrado ist eine mit Galeriewäldern durchzogene Savannenregion, die sich einst kontinuierlich von Mato Grosso do Sul, São Paulo bis nach Mato Grosso und Nordostbrasilien auf etwa zwei Millionen Quadratkilometern erstreckte. Isolierte Cerrado-Gebiete finden sich auch in der Amazonasregion, vor allem im Bundesstaat Roraima. Mehr als die Hälfte dieser brasilianischen Savanne wurden aber in den vergangenen 50 Jahren abgeholzt und in Monokulturen, vornehmlich Soja-, Zuckerrohr- und Eukalyptusplantagen sowie in künstliche Rinderweiden umgewandelt. Brasiliens Waldgesetz erlaubt bis heute, dass Landbesitzer rund zwei Drittel des Cerrado legal abholzen dürfen, während der Rest oft illegal gefällt oder "unabsichtlich" abgefackelt wird. Nur ein minimaler Teil des Cerrado steht in Nationalparks, Waldreservaten oder Indianerterritorien unter Schutz. Eines der wichtigsten Reservate der südlichen Cerrado-Region ist der Nationalpark Serra da Canastra in Minas Gerais. Er besteht seit 1972, doch ein Jaguar wurde hier schon seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen. Das ursprünglich auf 2000 Quadratkilometer geplante, aber dann auf lediglich 715 Quadratkilometer reduzierte Reservat schlicht zu klein, um eine überlebensfähige Cerrado-Jaguarpopulation zu beherbergen. Er braucht ein relativ intaktes Umfeld und weite Pufferzonen. Doch die mehrmals pro Jahr mit Pestiziden eingenebelten Soja- sowie Eukalyptusplantagen haben sich auch hier längst bis direkt an seine Grenzen ausgeweitet. Da ist schlicht kein Platz mehr für den Cerrado-Jaguar. Dies droht überall in der Region.

Die Zahl der Jaguare nehme mit einer unbekannten Rate überall im Cerrado-Biom ab, warnte 2012 der brasilianische Raubkatzenforscher Edsel Amorim Moraes Jr. vom Institut Biotrópicos in Minas Gerais in seiner Bestandsaufnahme "The status of the Jaguar in the Cerrado" (CATnews Special Issue 7 Spring 2012). "Agrobusiness-Wachstum, Zuckerrohr-, Baumwolle- und vor allem die Soja-Monokulturen sind die größte Bedrohung des Cerrado und seiner Raubkatzen", so Moraes. Hinzukommen Bergbau, illegale Jagd sowie Straßenbau und Autounfälle. Einen großen Einfluss haben auch Staudämme zur Wasserkraftnutzung, die die Galeriewälder entlang der Cerrado-Flüsse unter Wasser setzen und damit sichere Wanderkorridore der Jaguare vernichten. Die Gesamtfläche aller Cerrado-Schutzgebiete betrage lediglich 33.000 Quadratkilometer, beklagt der Forscher. Dies sei klar unzureichend für das Überleben des Cerrado-Jaguars, zumal die Reservate auch für sich zu klein seien, um isolierte Populationen langfristig zu erhalten.

Caatinga

Düster sieht ebenso die Zukunft des Caatinga-Jaguars aus. Die Caatinga ist eine mit Kakteen gespickte Tropenwaldregion mit langen saisonalen Trockenzeiten im brasilianischen Nordosten. Biologen werten die Situation dieses nur in Brasilien vorkommenden Ökosystems und seiner Raubkatzenpopulation als "kritisch" aufgrund von zwei Hauptfaktoren: Weit verbreitete illegale Jagd und Abholzung. "Die Caatinga hat bereits 50 Prozent ihres natürlichen Territoriums verloren", so die 2015 veröffentlichte Bestandsaufnahme der Wildlife Conservation Society Brasilien (WCS-Brasil) und der staatlichen Universität von Rio Grande do Norte (UFRN). Lediglich weniger als acht Prozent seiner ursprünglichen Ausdehnung von etwa 800.000 Quadratkilometern ist in insgesamt 36 Reservaten geschützt. So wie in Cerrado und Mata Atlântica bieten aber auch die fragmentierten Schutzgebiete der Caatinga keine Sicherheit für das Überleben der großen, gefleckten Raubkatzen. Zudem verweigert die brasilianische Regierung seit Jahren die Gründung des Naturschutzparks Boqueirão da Onça, dem vielleicht letzten Refugium des Caatinga-Jaguars im Nordoststaat Bahia.

Schätzungen von 2013 gehen von 250 in der gesamten Caatinga-Region existieren Jaguaren aus: Zu wenige, um langfristig zu überleben. Eine genetische Studie des Jaguar Genome Project der katholischen Universität PUC von Rio Grande do Sul kam zum Schluss, dass eine überlebensfähige Jaguar-Population aus wenigstens 650 Tieren besteht. Populationen mit weniger Individuen seien damit über kurz oder lang allein durch mangelnde genetische Vielfalt zum Aussterben verurteilt, selbst wenn andere Faktoren wie Abholzung oder Jagd ausgeschlossen sind.

Nicht besser ist es um die letzten großen Raubkatzen des Atlantischen Regenwaldes sowie des Cerrado bestellt. Laut jüngsten Schätzungen gibt es nicht mehr als 300 Jaguare in der Region der Mata Atlântica und kaum mehr als 320 in den letzten intakten Gebieten des Cerrado. Die brasilianische Naturschutzbehörde ICMBio (Instituto Chico Mendes de Conservação da Biodiversidade) geht sogar von nur etwa 250 Jaguaren im Cerrado und nur 250 Tieren in den Resten der Mata Atlântica auf brasilianischem Staatsgebiet aus. Die Wahrscheinlichkeit ist deshalb groß, dass die großen gefleckten Raubkatzen dieser drei Biome das nächste Jahrhundert nicht mehr erleben werden. Doch ihr Aussterben wiederum könnte schädliche Rückwirkungen auf die Ökosysteme selbst haben. Ohne den Jaguar, der seine Beutetiere, vornehmlich Nabelschweine (Pekaris),Wasserschweine (Capivara) und Spießhirsche in Grenzen hält, wird sich die Artenzusammensetzung der betroffenen Biome über kurz oder lang verändern. Allen voran der Hotspot Mata Atlântica werde nicht mehr derselbe sein wie einst, warnen die Forscher.

Pantanal und Amazonien

Lediglich in den Ökosystemen Pantanal und Amazonien scheint das Überleben dieser Großkatze wenigstens bis zum nächsten Jahrhundert gesichert. Doch auch hier gibt es einen langfristigen Abwärtstrend. ICMBio schätzt die heutige Zahl der Jaguare im Pantanal auf weniger als 1000 und im brasilianischen Amazonasgebiet auf weniger als 10.000 Tieren.

Etwa 85 Prozent des Pantanals von insgesamt 150.000 Quadratkilometern in Brasilien sind noch intakt. Doch nur 4,6 Prozent davon stehen unter Naturschutz. Der größte Teil dieses größten Binnenland-Feuchtgebiets der Erde ist in Privatbesitz und wird seit mehr als hundert Jahren zur extensiven Rinderzucht genutzt. Doch eine neue Generation von Fazendeiros setzt seit einigen Jahren vermehrt auf Abholzung und künstliche Weiden, denn auf extensive Nutzung des natürlichen Bioms. Voranschreitender Habitatverlust sei deshalb eine der Bedrohungen des Pantanal-Jaguars, so der CATnews-Bericht "The status of the Jaguar in the Pantanal" von 2012. Hinzukommen illegale Abschüsse durch Fazendeiros, die weiterhin existierende illegale Trophäenjagd, Gold- und Diamantensuche im Norden sowie Eisen-, Mangan- und Kalksteinabbau im Süden des Pantanals.

In Amazonien sind gleichfalls Abholzung und Waldfragmentierung die Hauptbedrohung des Jaguars. Von einst rund 4,2 Millionen Quadratkilometern des brasilianischen Amazonasgebiets gelten heute noch etwa 82 Prozent als intakt. 49 Prozent sind in Form von Waldreservaten, Nationalparks oder Indianerterritorien geschützt. Nichtsdestoweniger wird auch in Amazonien der Raum für die großen Raubkatzen Jahr um Jahr kleiner. Laut Ronaldo Gonçalves Morato, Koordinator des nationalen Raubtier-Forschungszentrums (CENAP) verlor die Region zwischen 1986 und 2013 zehn Prozent seiner Jaguarpopulation. Diese Prozentzahl, so Morato, sei sehr hoch und Waldabholzung und Degradierung seien die Hauptschuldigen. Dennoch fördert Brasiliens Regierung weiterhin Bau und Asphaltierung von Überlandstraßen, den Bau von Siedlungen, Exporthäfen, Wasserstraßen und von Großstaudämmen im Amazonasbecken.

Abgeordnete und Senatoren des brasilianischen Bundesstaates Amazonas wollen sogar mehrere Waldreservate zur Förderung des Agrobusiness drastisch reduzieren. Der Schutz von insgesamt 1,7 Millionen Hektar Regenwald im südlichen Amazonasgebiet soll aufgehoben und zur faktischen Abholzung freigegeben werden. Gleichzeitig spricht sich Umweltminister José Sarney Filho für die rasche Asphaltierung der Überlandstrasse BR-319 aus, die die bislang noch weitestgehend intakte Regenwaldregion entlang des Rio Madeira auf 877 Kilometern von Porto Velho bis Manaus wie ein Messer durchschneidet. Der renommierte Amazonasforscher Philip Fearnside hält die BR-319 für eines der katastrophalsten Straßenbauprojekte für das Amazonasgebiet. Die Asphaltierung werde zu einer Walddegradierung in großem Stil führen.

Das sind keine guten Aussichten fuer Brasiliens Jaguare, nicht mal für den Amazonas-Jaguar.

Norbert Suchanek, Rio de Janeiro


David Gegen Goliath - Rio de Janeiros Fischer rufen SOS

Ein CDM-Projekt verseucht Mangroven und die Bucht von Rio

Weniger als 30 Tage vor dem Start der Olympischen Spiele rufen Rio de Janeiros Fischer und Rios Guanabara-Bucht SOS. Sie fühlen sich vom Staat und Behörden verlassen, missachtet und vom Erdölriesen aus der Bucht gedrängt. Während sich Wassersportler aus aller Welt um ihre eigene Gesundheit aufgrund der verseuchten Bucht sorgen machen, sorgen sich die Fischer der Baía de Guanabara um ihre Existenz.

Kampf um eine würdevolle Existenz als Fischer

"Das einzige, was ich noch nicht verloren habe, ist meine Würde", beklagt der 62 Fischer Geraldão der von der Ilha do Governador. Früher waren seine Netze voll von Fischen. Heute seien sie angefüllt mit Pet-Flaschen und Plastiksäcken und nur selten mit Fischen. "Oft bringe ich nur zwei Fische und kiloweise Plastikmüll nach Hause."

Geraldão hat sich zusammen mit Dutzenden anderer traditioneller Fischer einen Monat vor den Olympischen Spielen zu einer Fischerbootregatta vor der Ilha do Governador zusammengefunden, um gegen die Verschmutzung ihrer Guanabara-Bucht und für die Erhaltung ihres Berufsstands zu protestieren. "Kein Fisch und keine Garnelen", pflichtet ihm Ronaldo Moreno vom Forum der Fischer und der Freunde des Meeres bei. Der teilprivatisierte staatliche Erdölkonzern Petrobras habe die Bucht und seine Inseln übernommen. Moreno: "Wenn wir unsere Netze nahe der Petrobras-Inseln auswerfen, dann wird auf uns geschossen." Die Regierung investiere Milliarden Gelder in die Olympiade, doch für die traditionellen Fischer gebe es keinen Centavo.

Bis heute hat die Mehrheit der von der Erdölkatastrophe vom 18. Januar 2000 betroffenen Fischerfamilien, noch keineEntschädigung von Petrobras erhalten. Damals platzte eine der Pipelines des Erdölkonzerns in der Guanabara-Bucht, die Rios Raffinerie in Duque de Caxias versorgt. Mehr als eine Million Liter Öl flossen in die Bucht sowie in die Mangroven und bildeten einen Ölteppich von 40 Quadratkilometern. "Es ist ungerecht, dass einige Fischer wie ich selbst Entschädigungerhielten, doch die Mehrheit der Fischer noch nicht entschädigt wurden. Mehr als 20.000", kritisiert Alex Sandro Santos von der Vereinigung der Freien Fischer von Tubiacanga.

Neben der alltäglichen Verschmutzung der Bucht durch Erdölindustrie, Tanker, Ballastwasser und durch die ungeklärten kommunalen Abwässer der Millionenmetropole Rio prangern die Fischer auch das Deponiegas-Unternehmen "Gás Verde" des Firmenkonsortiums Novo Gramacho Energia Ambiental in Duque de Caxias an. Bis heute flössen die giftigen, schwermetallhaltigen Deponiesickerwässer von Lateinamerikas größtem Abfallberg "Gramacho" ungeklärt in die anliegenden Mangrovenflüsse sowie in die Bucht von Rio.

Gás Verde verdiene am Verkauf des “Biogases an Petrobras und sei im Gegenzug dazu verpflichtet, dieDeponieabwässer zu behandeln und umweltfreundlich zu entsorgen, erläutert Fischer David von der Fischergemeinde Duque de Caxias. "Statt das Abwasser zu klären, steckt das Unternehmen aber lediglich die Profite ein und vernichte schlicht unsere Fischgründe. Heute haben wir Fischer, die hungern." Dort wo noch vor dreißig Jahren bei Ebbe herrliche weiße Sandstrände zum Vorschein kamen, sei heute nur noch knöcheltiefer giftiger Schlamm, ergänzt Fischer Geraldão.

Verlorene Artenvielfalt

Das Deponieabwasser sei auch mit für den Verlust and Artenvielfalt in der Region verantwortlich, so der Präsident der Fischergemeinde von Duque de Caxias Gilciney Lopes. "Einige Jahre zuvor hatten wir zwoelf Speisefischarten hier in unseren Fanggründen. Heute sind es nur noch zwei Arten, die die Verseuchung überleben."

Klimaschutz ohne Mangrovenschutz

“Gás Verde” fängt das methanhaltige, durch Zersetzungsprozesse in der Gramacho-Mülldeponie entstehende Deponiegas ein, bereitet es auf Erdgasqualität auf und verkauft es an die Erdölraffinerie von Petrobras in Duque de Caxias (Reduc). Dies reduziert die Emissionen des Treibhausgases Methan durch Gramacho und damit auch Brasiliens nationale Treibhausgasemissionen.

Das 2009 eingeweihte Deponiegasprojekt von Novo Gramacho war deshalb nicht nur ein Vorzeigeprojekt der brasilianischen Regierung während der UN-Umweltgipfels "Rio plus 20" in Rio 2012, sondern bekam auch Unterstützung aus dem CO2 -Programm der Europäische Investitionsbank (EIB) und der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durch den Verkauf von Emissionszertifikaten für 700 000 Millionen Tonnen CO2. Novo Gramacho gilt bislang als erfolgreiches Beispiel eines der größten CDM-Projekte Lateinamerikas. CDM steht für Clean Development Mechanism und ist einer der drei vom Kyoto-Protokoll vorgesehenen flexiblen Mechanismen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und für eine umweltverträgliche Entwicklung.

Doch nicht nur die Verschmutzung macht den letzten traditionellen Fischern der Bucht von Rio de Janeiro zu schaffen. Die zunehmenden Installationen der Erdöl- und Gasindustrie lassen für die Fischerei immer weniger Spielraum, und gleichzeitig durchschneiden die immer zahlreicher werdenden Tanker und Petrobras-Versorgungsschiffe rücksichtslos ihre Stellnetze.

"Wir wollen eine lebendige Guanabara-Bucht. Eine Bucht für die Fischerei und zur Erholung der Menschen", fasst es Sergio Ricardo de Lima, Gründer der Bewegung Baía Viva und Mitorganisator der Fischerbootregatta zusammen. "Wir werden nicht kapitulieren und die Bucht der Erdölindustrie übergeben." Die Baía de Guanabara dürfe nicht weiter zu einem Parkplatz für Öltanker, durchzogen von Öl- und Gaspipelines degradiert werden. Ein Kampf von David gegen Goliath.

Norbert Suchanek, Rio de Janeiro, Juli 2016


Brasiliens Aufforstungsplan - Klimaschutz mit Monokultur

Eukalypus aus dem Genlabor soll Regenwald und Klima retten.

Wie eine ausgesuchte Elitetruppe stehen sie zu Tausenden in Reih und Glied. Exakt ausgerichtet und alle in derselben Größe. Eine uniforme, grüne Linie nach der anderen bis zum Horizont. Wer diese Ekalyptusforste als Wald bezeichnet, hat Wald noch nie gesehen. Für Unterholz und pflanzliche wie tierische Artenvielfalt gibt es weder Platz noch Nahrung.
Grüne Wüste“ haben deshalb brasilianische Umweltschützer diese Holzplantagen getauft, die erstmals in den 1960er Jahren großflächig in Rio de Janeiros Nachbarstaat Espirito Santo angepflanzt wurden und heimischen Atlantischen Regenwald auf Tausenden von Hektaren ersetzten. Dank staatlicher Unterstützung stehen diese Elitetruppen von ursprünglich aus Australien stammenden Eukalyptus-Clonen als Lieferant von Zellstoff und Brennstoff heute in fast allen Teilen Brasiliens, von der südlichen Pampa-Region bis nach Amazonien. Insgesamt 6,9 Millionen Hektar, so die Zahlen des brasilianischen Instituts für Geographie und Statistik (IBGE).

Im Vorfeld der jüngsten Klimakonfernz in Paris kündigte Brasiliens Ex-Regierungscheffin Dilma Rousseff in Partnerschaft mit den USA als billaterale Klimaschutzmaßnahme die Aufforstung von weiteren 12 Millionen Hektar Land bis 2030 an. Die Befürchtungen sind nun groß, dass dabei möglicherweise nicht nur konventionelle, sondern auch genetisch veränderte Eukalyptus-Clone die erste Wahl sein werden. „Es gibt einen großen Unterschied zwischen Wiederherstellung (restoration) und Aufforstung (reforestation)“, erläutert die Brasilianische Forstwirtschaftexpertin Maria Fernanda Gebara von der London School of Economics and Political Science. Gebara: Brasilien müße die natürliche Vegetationsdecke, die vorher da war, wieder herstellen. Doch das Problem sei, dass die Aufforstungsprojekte nicht nur die Pflanzung industrieller Baummonokulturen beinhalte, sondern dass zudem nun selbst genetisch manipulierter Euklapytus erlaubt sei.

Gentechnik Made in Israel

Auf Betreiben von Brasiliens Zellstoffkonzern Suzano Pulp & Paper aus São Paulo gab Brasiliens Regierung unter Dilma Rousseff und seine Biosicherheitskommsion bereits April 2015 dem Gen-Eukalyptus den staatlichen Segen zum kommerziellen Anbau. Suzano hatte diese vom Biotechnik-Unternehmen FuturaGene in Israel entwickelte Baumart bereits seit 2006 im Versuchsanbau in Brasilien getestet. Auch gewaltätige Proteste von Seiten der Landlosenbewegung (MST) gegen die Gen-Baumproduktion konnten diese nicht verhindern oder einschränken.
Der Gen-Eukalyptus helfe dem Klima und dem Regenwald, denn er wachse 12 Prozent schneller und könne daher der Atmosphäre rascher Kohlendioxid entziehen, lobt indes FuturaGenes-Chef Stanley Hirsch sein Produkt. Die genmanipulierten Bäume bräuchten zudem weniger Fläche, um dieselbe Menge an Holz zu produzieren, was die Abholzung beziehungsweise den Druck zur Umwandlung von Naturwald in Plantagen verrringere. Anne Petermann von der US-Umweltschutzorganisation Global Justice Ecology Project allerdings hält dies schlicht für “Greenwashing”. Schneller wachsende Bäume bräuchten mehr Wasser und Nährstoffe, was langfristig Grundwasser und Bodenfruchtbarkeit schädige.

Der brasilianische Pflzengenetiker Paulo Kageyama von Escola Superior de Agricultura Luiz de Queiroz (Esalq) fürchtet zudem, um Brasiliens Honigproduktion. "Brasilien produziert etwa 40.000 Tonnen Honig por Jahr, ein Großteil davon ist Bio-Honig.” Die von den Bienen gesammelten Pollen der Gen-Bäume, in großem Maßstab angebaut, könnten Brasiliens Honig mit transgenem Material kontominieren und damit dessen Wert auf dem Weltmarkt verrringern.
Auch der erhoffte Klimaeffekt der Baumplantagen könnte nach Hinten los gehen und die Globale Erwärmung eher Anheizen denn bremsen. Zu diesem Schluß kommen jedenfalls jüngste Klima- und Waldstudien aus den USA und Europa.
Bislang beschränkten sich die meisten Studien zu Wald und Klimawandel auf seine Funktion als potentieller Kohlenstoffspeicher, um das Treibhausgas CO2 in der Atmosphäre zu reduzieren. Doch Wälder beeinflussen die Globale Erwärmung auch auf andere Weise abhängig von ihrer Struktur. Forscher der Oregon State University, des US-Forest Service und der Pacific Northwest Research Station wiesen nun nach, dass alte Waldbestände, sprich artenreiche Ur- oder Primärwälder das lokale und damit auch indirekt das globale Klima stärker abkühlen als künstlich angelegte Holzplantagen. Naturwälder mit hoher Biomasse und unterschiedlicher, vertikaler Pflanzendeckung seien in Frühling und Sommer bis zu 2,5 Grad Celsius deutlich kühler als Forste mit einheitlicher Altersstruktur. Dieser lokale Temperaturunterschied entspräche just dem vom Intergovernmental Panel on Climate Change vorhergesagten globalen Temperaturanstieg in den kommenden 50 Jahren von 2,5 Grad Celsius, was die Wichtigkeit des Schutzes von alten Naturwaldbeständen unterstreiche, resümiert das Forscherteam.

Nutzwälder sind keine Kohlenstoffspeicher

Zu einem ähnlichen Schluss kommt eine im Februar veroeffentlichte Studie eines internationalen Forscherteams, geleitet vom französischen Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement und mit Beteiligung des Max Planck Instituts für Meteorologie in Hamburg. Das Team untersuchte die klimatischen Auswirkungen der Forstwirtschaft in den europäischen Wäldern seit Beginn der Industrialisierung.

"Wir stellten fest, dass es den europäischen Wäldern seit 1750 nicht gelungen ist, mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufzunehmen als sie selbst freisetzen. Und das liegt am Waldmanagement, also am Einschlag von Holz", so die belgische Forscherin Kim Naudts vom Max Planck Institut. Grund: In den heutigen Fichtenmonokulturen und Forsten gebe es kaum noch Totholz, das langsam verrotten und CO2 über lange Zeit speichern könne. Stattdessen werde immer wieder Holz dem Wald entnommen und für Papier, Brennholz oder andere kurzlebige Güter verwandt, die nach deren Nutzung wieder CO2 in die Atmosphäre abgeben.“ Und dies ist das, was auch mit den Holzplantagen in Brasilien geschieht, die ja de facto in ester Linie zur Produktion von Zellstoff, Papier sowie Feuerholz und Holzkohle dienen.

Sogenannte Sekundärwälder, also abgholzte Wälder in Lateinamerika, die sich von alleine ohne menschlichen zutuns regenerieren, stehen im Zentrum einer weiteren Klimastudie der Universität von Connecticut und 60 im „2ndFOR Network“ vernetzten Wissenschaftlern. Anstatt abgeholzte Flächen in Brasilien mit viel Geld und nicht eineheimischen Baumarten aufzuforsten, schlagen sie vor, die Flächen sich selbst zu überlassen. Das sei eine der besten und billigsten Klimaschutzmaßnahmen. Die Forscher rechnen vor: Würde man die in Südamerika im Jahr 2008 auf 2,4 Millionen Quadratkilometer geschätzten, natürlich nachwachsenden Wälder sich selbst überlassen, so könnten sie innerhalb von 40 Jahren Lateinamerikas gesamte, fossile CO2-Emissionen der vergangenen 20 Jahre aufnehmen und in ihrer Pflanzenmasse speichern. Der Schutz dieser Sekundärwälder sei deshalb eine der billigsten und effektivsten Maßnahmen zum Abbremsen der Globalen Erwärmung.“Diesem konstengünstige Weg zur Regenerierung von Wäldern und zur Erreichung der Kohlenstoffreduktionsziele sollten Politiker, Nichtregierungsorganisationen und Internationale Abkommen mehr Aufmerksamkeit schenken“, resümiert Biologin Robin Chazdon, eine der leitenden Autoren der Studie. Genau dies aber sieht das von Dilma und Obama im vergangenen Jahr auf den Weg gebrachte, brasilianisch-amerikanische Klimaabkommen nicht vor, sondern das Gegenteil: künstliche Aufforstung ehemals abgeholzter Flächen und damit Verhinderung der natürlichen Waldregeneration.

Rio, Norbert Suchanek, Juni, 2016


Killerbakterien an Rios Stränden

Wenige Wochen vor den olympischen Spielen warnen brasilianische Wissenschaftler vor multiresistenten Keimen im Wasser von Rios populären Stränden. Ob Copacabana, Ipanema, Leblon, Botafogo oder Flamengo: Praktisch alle Stadtstrände der Olympiastadt 2016 seien mit einem aus Krankenhäusern stammendem Killerbakterium belastend. Dies zeigt eine vergangenen Donnerstag veröffentlichte Studie von Rios staatlicher Universität (UFRJ).

Die Wissenschaftler untersuchten Wasserproben, die zwischen 2013 und 2014 entnommen wurden und konnten darin überall das Vorhandensein von gefährlichen multiresistenten Klebsiella-Bakterien, kurz KPC genannt, nachweisen. "Die Anzahl dieser in Krankenhäusern verbreiteten Superbakterien im Meersollte Null sein. Ihre Präsenz and Rios Stränden stelle deshalb ein gravierendes Problem der öffentlichen Gesundheit dar", erläutert UFRJ-Wissenschaftler Rafael Duarte. Der Mikrobiologe und Mediziner macht das direkte oder indirekte Einleiten von Krankenhausabwässern dafür verantwortlich und geht davon aus, dass die Situation auch heute noch dieselbe wie vor zwei Jahren ist, als die Proben gezogen wurden. Auch die Koordinatorin der Studie, Renata Picão vom Mikrobiologischen Institut der UFRJ sieht dies nicht anders. Aufgrund der weiterhin mangelnden Abwasserentsorgung in Rio gebe es keine Anzeichen dafür, dass die Killermikroben nicht mehr im Wasser der Guanabara-Bucht und vor den Stränden vorhanden sind.

Das Bakterium Klebsiella pneumoniae ist normalerweise für den Menschen ungefährlich und kommt in erster Linie im Darm sowie im Mund vor. Doch resistent gegen Antibiotika kann es tödlich sein. Es kann schwere Erkrankungen wie Harnwegs- und Lungenentzündung sowie Blutvergiftung verursachen, die in vielen Fällen tödlich verlaufen. Kein Antibiotikum kann den multiresistenten Keimen etwas anhaben, nicht einmal die Gruppe der Carbapeneme, die als eine Art letzte Bastion im Kampf gegen schädliche Bakterien galten.

Diese möglicherweise durch unsachgemäßen Gebrauch von Antibiotika genetisch veränderten Klebsiella-Bakterien, die das Enzym Carbapenemase zum Schutz gegen Carbapeneme bilden, traten erstmals 1996 in einem Krankenhaus in New York auf. "Von dort verbreiteten sich diese Carbapenemase bildenden Klebsiella pneumoniae schnell in weiteren Krankenhäusern der Stadt und des Umlandes von New York. Es folgten Berichte über Nachweise aus Südamerika, China, Israel, Frankreich und Griechenland und in 2008 erstmalig auch aus Deutschland", so das Robert Koch-Institut in Berlin. KPC bildende Klebsiella pneumoniae sind inzwischen in vielen Ländern der Welt existent, so auch in Brasilien.

Bereits 2014 alarmierte eine Untersuchung des Oswaldo Cruz Institutes in Rio de Janeiro. Sie wiesen KPC-Bakterien an drei Stellen des zur Kloake verkommenen Carioca-Flusses nach, der beim Flamengo-Strand just dort in die Guanabara-Bucht mündet, wo jetzt im August die olympischen Segel-Regatten stattfinden sollen.

Die schlimmsten Schlagzeilen allerdings machten die multiresistenten Keime in Brasilien allerdings vier Jahre zuvor. Im Jahr 2010 starben in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia 18 Menschen an den Folgen einer Infektion mit den Carbapenemase bildenden Klebsiella pneumoniae-Bakterien, und Mediziner warnten vor einer landesweiten Epidemie. "Wir sind beunruhigt über die wachsende Geschwindigkeit, mit der die Fälle auftreten", sagte die Verantwortliche für Krankenhausinfektionen der Universität von São Paulo. Es sei anzunehmen, dass der resistente Keim schon in anderen Regionen Brasiliens verbreitet ist.

Norbert Suchanek, Rio de Janeiro, Juni 2016


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Krise am Zuckerhut

Jahresrückblick. Heute: Brasilien. Sinkende Weltmarktpreise machen Rohstoffexporte zunichte. Löhne werden von Inflation aufgefressen

https://www.jungewelt.de/2015/12-22/040.php

Ausgabe vom 22.12.2015, Seite 9 / Kapital & Arbeit

Tod am Rio Doce

Brasilien: Nach Dammbruch an Eisenerzmine sind große Landstriche am Flusslauf ­verseucht. Die Betreiber wiegeln ab

https://www.jungewelt.de/2015/11-19/038.php

Ausgabe vom 19.11.2015, Seite 9 / Kapital & Arbeit


08.09.2015 - Ausland Neues Deutschland

        »Die Funai ist tot« -Indigene werfen Brasiliens Präsidentin Rousseff Missachtung ihrer Schutzbehörde vor - »Die Regierung Rousseff hat die Funai abgewertet und ignoriert deren Autonomie«, kritisiert die ehemalige Funai-Präsidentin Maria Augusta Assirati. Dilma Rousseffs Politik sei Hauptgrund für die faktische Lähmung des Indigenenschutzes in Brasilien. »Nichts hängt mehr nur von der Funai ab.« Augusta Assirati stand der Indianerschutzbehörde von 2013 bis 2014 lediglich 16 Monate vor. September 20 ...


    07.09.2015 - Wirtschaft und Umwelt

        Brasilien setzt auf heimische Gentechnik Konkurrenz für Monsanto geht in den Anbau - Seit dem 25. August hat der US-amerikanische Gentechnikkonzern Monsanto bei Sojapflanzen Konkurrenz aus Brasilien. Das staatliche Unternehmen für landwirtschaftliche Forschung Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária (Embrapa) brachte in Brasilia zusammen mit dem deutschen Konzern BASF die erste »heimische« Gensojabohne auf den Markt. Die neue transgene Sorte sei gänzlich in Brasilien entwickel ...


19.08.2015 AuslandMit deutscher Hilfe aus der Talsohle Brasilien will Know-how made in Germany
 Die zweite Amtszeit von Dilma Rousseff steht bisher unter keinem guten Stern. Seit ihrer denkbar knappen Wiederwahl vergangenen Herbst läuft schief, was schief gehen kann. Die Wirtschaft schwächelt, die Korruptionsskandale blühen. Mit Zustimmungsraten von aktuell knapp acht Prozent ist Dilma Rousseff die unbeliebteste Staatschefin seit dem Ende der Militärdiktatur 1985. Angesichts ständig neuer En ...



Jordanien: Ein Leopard in den Fußstapfen von Papst Franziskus

Der Arabische Leopard steht seit 1992 auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. In Jordanien wurde der letzte vor fast dreißig Jahren gesehen. Nun tauchte eine dieser Großkatzen wieder im Königreich der Haschemiten auf, und zwar am heiligen Fluss Jordan bei Bethanien. Von Norbert Suchanek


Rund 50 Kilometer westlich von Amman und 10 Kilometer nördlich des Toten Meeres liegt die Taufstelle „Bethanien jenseits des Jordan“. Hier soll Johannes der Täufer gelebt und Jesus getauft haben. Seit seiner Wiederentdeckung im Jahr 1997 wird dieser für Christen heilige Ort am Jordan nach und nach zu einem Pilgerzentrum ausgebaut, mit insgesamt elf geplanten Gotteshäusern und Klöstern der verschiedensten Konfessionen.  weiter...

http://www.die-tagespost.de/aus-aller-welt/aus-aller-welt/Jordanien-Ein-Leopard-in-den-Fussstapfen-von-Papst-Franziskus;art309,157811

Jordanien: Ein Leopard in den Fußstapfen von Papst ...

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Nun tauchte eine dieser Großkatzen wieder im Königreich der Haschemiten auf, und zwar am heiligen Fluss Jordan bei Bethanien. Von Norbert Suchanek

Leopard auf den Spuren des Täufers - Neues Deutschland

www.neues-deutschland.de/.../960227.leopard-auf-d...
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Von Norbert Suchanek 31.01.2015 / Bildung und Wissenschaft. Leopard auf den Spuren des Täufers. Ausgestorben geglaubte Großkatze taucht vor ...

21.03.2015 Bildung und WissenschaftNach der Dürre kommt die Flut Dürre in Brasilien als Symptom des Klimawandels durch Regenwaldabholzung. Von Norbert Suchanek , Rio de Janeiro
Südostbrasilien ist die Heimat des Atlantischen Regenwaldes, eine Region mit doppelt so viel Niederschlag wie in Deutschland, reich an kristallklaren, gewaltigen Wildbächen, Wasserfällen, Flüssen und Lagunen. Hier entstanden ab Mitte des 16. Jahrhunderts die heutigen Millionenstädte und Industriezentren São Paulo und Rio de Janeiro. Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts war der sich wie ei ...



31.01.2015 Bildung und WissenschaftLeopard auf den Spuren des TäufersAusgestorben geglaubte Großkatze taucht vor russisch-orthodoxem Pilgerzentrum am Jordan auf
Rund 50 Kilometer westlich von Amman und zehn Kilometer nördlich des Toten Meeres liegt »Bethanien jenseits des Jordan«. Hier soll Johannes der Täufer gelebt und Jesus getauft haben. Seit seiner Wiederentdeckung im Jahr 1997 wird dieser für Christen heilige Ort am Jordan nach und nach zu einem Pilgerzentrum ausgebaut, mit insgesamt elf geplanten Gotteshäusern und Klöstern der verschiedensten Ko ...



27.09.2014 Bildung und WissenschaftEin Eiffelturm für AmazonienKlimaforschung in 325 Metern Höhe soll Wechselwirkungen im Regenwald klären
Rund 150 Kilometer von der Amazonashauptstadt Manaus entfernt haben die deutsche Max-Planck-Gesellschaft, Brasiliens nationales Institut für Amazonasforschung (INPA) und die staatliche Universität von Amazonas (UEA) im August den Grundstein für einen riesigen, stählernen Forschungsturm gelegt. Mit 325 Metern Höhe wird das »Amazonian Tall Tower Observatory« (ATTO) nicht nur alle bereits existier ...



10.05.2014Lizenz zum KahlschlagWissenschaftler weisen nach: Brasiliens Waldgesetz fördert die Abholzung
Vor zwei Jahren trat Brasiliens neues Waldgesetz in Kraft. Umwelt- und Naturschutzgruppen wetterten dagegen, weil sie eine weitere Verschlechterung des Waldschutzes befürchteten. Im US-Fachblatt »Science« bestätigen jetzt Wissenschaftler von Universitäten des Landes die damalige Kritik. Das 1965 unter Brasiliens Militärdiktatur geschaffene Waldgesetz namens »Código Florestal« schrieb vor, ...



05.04.2014 Wirtschaft und UmweltErste Probleme im Gentechnik-Paradies SüdbrasilienIn Brasilien landen seit Jahren vor allem Mais aus dem Labor im Essen - Schädlinge auf den Feldern entwickeln Resistenzen
Mais gehört neben Bohnen und Reis zu den wichtigsten traditionellen Grundnahrungsmitteln in Brasilien. Doch was auf den Teller kommt, stammt inzwischen zum größten Teil aus den Labors der Chemie- und Gentechnikfirmen wie BASF, Bayer, Monsanto, Syngenta und DuPont/ Pioneer. Vor allem Bt-Mais, in den Gene des Bacillus thuringiensis (Bt) eingeschleust wurden, der Schädlinge wie den Maiszünsler und ...



29.03.2014 Bildung und WissenschaftFossilienklau für die Wissenschaft?Brasilien: Hartes Durchgreifen gegen illegalen Verkauf an Sammler und ausländische Museen. Von Norbert Suchanek
Die Chapada do Araripe im Süden des brasilianischen Bundesstaates Ceará ist eine der reichsten Fossilien-Lagerstätten der Welt: Das Gegenstück zur Grube Messel in Hessen, allerdings mit anderen Dimensionen. Brasiliens »Fossilienfundgrube« auch bekannt als Santana-Formation hat eine Ausdehnung von zwölf Millionen Hektar und ist schwer zu kontrollieren. Aus Ceará illegal geschmuggelte Dino- und F ...



15.03.2014 Bildung und WissenschaftTrügerische SatellitenbilderStudie zeigt: Die Bilder aus dem All spiegeln mehr Grün vor, als tatsächlich vorhanden ist
Es war wohl doch zu schön, um wahr zu sein. Auswertungen von Satellitenbildern der vergangenen Jahre schienen zu zeigen, dass der Amazonas-Regenwald selbst von andauernden Dürren kaum beeinträchtigt wird. Doch das Ergrünen des Regenwaldes trotz Wassermangel war nur eine optische Täuschung. Amazonien war in den Jahren von 2005 bis 2010 von langen Dürreperioden betroffen. Dennoch zeigten An ...



25.01.2014Brasiliens neue WunderpalmeLüneburger Forscher und Lufthansa träumen vom »urwaldfreundlichen« Biosprit. Doch für hohe Erträge wäre wieder die problematische Monokultur nötig
Biodiesel ist in Verruf geraten. Denn der Anbau von Ölpalmen und Soja in den Tropen und Subtropen - Hauptquellen des Kraftstoffs - brachte Tropenwaldabholzung sowie die Vertreibung von Ureinwohnern und Kleinbauern mit sich. Zudem wird die vermeintlich positive Umweltbilanz des Agrarkraftstoffs durch den massiven Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden verhagelt. Forscher von der Uni Lüneburg und ...



16.09.2013 Wirtschaft und UmweltOhne Cerrado stirbt der AmazonasNeue Studie zeigt, dass Regenwald empfindlicher auf Kahlschlag reagiert als bisher angenommen
Die Abholzungsrate im brasilianischen Amazonasgebiet hat im vergangenen Jahr wieder drastisch zugenommen. Nach Angaben des Forschungsinstituts IMAZON in Belém hat Amazonien vom Juli 2012 bis zum Juli dieses Jahres 2007 Quadratkilometer Wald verloren, eine Steigerung von fast 100 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als »nur« 1047 Quadratkilometer den Holzfällern und Brandrodungen zum Opfer  ...


24.07.2013 AuslandGeschäfte mit dem »Glaubensfeld«Beim Papstbesuch in Rio werden Hände nicht nur zum Beten gefaltet, sondern auch weit aufgehalten
Mit Verkehrschaos, Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen endete der erste Tag des Besuchs von Papst Franziskus in Rio de Janeiro. Hunderte Cariocas, wie die Einwohner Rios heißen, hatten sich vor dem Gouverneurspalast der Metropole am Zuckerhut versammelt. Dort traf sich der Gast aus Rom mit Präsidentin Dilma Rousseff und den Oberhäuptern der Stadt. Die Demonstranten wurden nach dem Tref ...



28.06.2013 AuslandRio boomt auf Kosten der CariocasDie Preise steigen so rasant wie die Zahl der Touristen, Alteingesessene werden aus ihren Vierteln verdrängt
Fußballweltmeisterschaft und Olympia sind Megaevents mit gewaltigen Nebenwirkungen. In Rio de Janeiro, WM-Stadt und Austragungsort der Olympischen Spiele 2016, ist dies nicht anders. Seit feststand, dass WM und Olympia in die Stadt kommen, explodierten die Immobilienpreise rund um Zuckerhut und Copacabana und ebenso in Santa Teresa, dem Künstlerviertel im Zentrum Rio de Janeiros. 2006 ver ...



19.06.2013 AuslandDie Cariocas sind sauerDie Menschen in Rio de Janeiro sind fußballbegeistert, aber nicht dumm
In vielen Städten wurde am Montag in Brasilien gegen verschwenderische Großereignisse zulasten von sozialen Investitionen demonstriert. Nirgendwo ging es so heiß her wie in Rio de Janeiro. Dort kam es in der Nacht zu schweren Auseinandersetzungen. 100 000 friedliche Demonstranten im Herzen von Rio de Janeiro. Das hat der Christus hoch oben auf dem Corcovado-Berg seit Ende der Militärdikta ...



19.11.2012 Wirtschaft und UmweltAsbestverbot verschobenOberstes Gericht Brasiliens vertagt sich
Anfang des Jahres verurteilte die italienische Justiz die Ex-Besitzer des Eternit-Konzerns, den Belgier Jean-Louis de Cartier de Marchienne und den Schweizer Stephan Schmidheiny, zu 16 Jahren Gefängnis und 100 Millionen Euro Entschädigungszahlungen. Die Asbestlobby in Brasilien, wo bis heute das krebserregende Mineral abgebaut und im großen Stil verarbeitet wird, verharmlost die Risiken dennoch bi ...



03.09.2012Uranhaltiger Tierschutz?Tansania: UNESCO erlaubt Bergbau im Wildreservat
Tansanias Selous-Nationalpark ist berühmt für seinen Reichtum an großen Tierarten wie den sogenannten Big Five: Elefant, Nashorn, Afrikanischer Büffel, Löwe und Leopard. Demnächst droht das Tierschutzgebiet um eine weitere »Attraktion« reicher zu werden: Uranbergbau! Tansanias Regierung hatte mit Zustimmung des Ministeriums für natürliche Ressourcen und Tourismus der Ausbeutung der Uranvorkommen i ...



02.07.20122:1 für MonsantoBrasiliens Sojabauern verlieren in zweiter Instanz gegen Gentechnikkonzern
1998 brachten Schmuggler illegal Saatgut von gentechnisch veränderten Sojabohnen aus Argentinien in den brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul. Seither wächst Gentech-Soja aus dem Hause Monsanto in Brasilien. Doch erst mit der staatlichen Sanktionierung des Gentechnikanbaus durch die Regierung Lula da Silva im Jahr 2003 entwickelte sich das Saatgut des US-Konzerns auch zum legalen Verkaufss ...



23.06.2012 Wirtschaft und UmweltEs bleibt bei Panzer statt BrotRio-Appell »Abrüstung für Entwicklung« bleibt beim UN-Gipfel ungehört
Ohne Abrüstung kann es keine nachhaltige Entwicklung geben. Dies ist die feste Überzeugung von über 50 Nobelpreisträgern, die deshalb in einer gemeinsamen Erklärung die Delegierten beim UN-Gipfel »Rio+20« aufgefordert haben, das Thema Abrüstung in ihr offizielles Abschlussdokument aufzunehmen. »Die Millennium-Entwicklungsziele können nicht realisiert werden, wenn die Welt ihren Reichtum für Milita ...



19.06.2012Wo einst ein Mangrovensumpf warDie Stadtregierung von Rio hat vor dem UN-Gipfel den Polizei- und Militäreinsatz verstärkt, aber die Befriedung der Favelas dauert seit Jahren an
Als der »Club of Rome« 1972 seinen Umweltbericht »Die Grenzen des Wachstums« veröffentlichte, tummelten sich in den Lagunen, Mangrovensümpfen und Dünen von Jacarepaguá und Barra da Tijuca noch Kaimane, Riesenschlangen und Ozelots. Das Gebiet vor den Toren Rio de Janeiros war eines der artenreichsten Naturschutzgebiete mit kilometerlangen, unbebauten Stränden. Doch die Regierung der brasilianischen ...



07.06.2012 Wirtschaft und UmweltDunkle Seiten des TierschutzesWilfried Huismann zeigt in seinem »Schwarzbuch« zweifelhafte Machenschaften des WWF auf
Der einst als Tierschutzstiftung gegründete »World Wide Fund for Nature« (WWF) verkauft sich seit Jahren als Retter des Planeten. Das »Schwarzbuch WWF« von Wilfried Huismann zeigt nun deutlich die offensichtlich dunklen Seiten dieser Millionen Euro schweren Umweltstiftung auf, die sich wiederum diese Kritik nicht gefallen lassen will und das Buch mit Klagen überzieht. Dabei bringt die Publikat ...



02.05.2012Solarstrom zur Fußball-WMBrasilien entdeckt langsam die Kraft der Sonne
Zwei Jahre vor der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien hat die Regierung die Kraft der Sonne entdeckt und beginnt die Erzeugung von Solarstrom verstärkt zu fördern. Hauptprojekt ist die Ausrüstung von WM-Stadien mit Solardächern. Deutsche Unternehmen liefern die Technologie und die deutsche Regierung stellt die Finanzierung bereit. Seit vergangenem März erzeugt das Estádio Metropolitano de P ...


16.04.2012 Wirtschaft und UmweltBeschleunigter WaldverlustAbholzung in Brasilien hat sich gegenüber Vorjahr verdreifacht
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Das brasilianische Institut für Weltraumforschung (Inpe) wertet regelmäßig Satellitenbilder aus, um die zuständigen Regierungsstellen des Landes über den Rückgang der Bewaldung zu informieren. Und die Satellitenfotos liefern für die ersten drei Monate dieses Jahres ein alarmierendes Bild: Es wurde dreimal mehr Wald gerodet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt verlor Brasiliens Amazona ...



23.01.2012Brände im AmazonaswaldBrasiliens CO2-Bilanz droht durch unkontrollierte Abholzung zu kippen
Die bislang positive CO2-Bilanz des größten Regenwaldgebiets der Erde droht zu kippen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam um Eric Davidson vom Woods Hole Research Center im US-Bundsstaat Massachusetts. Obwohl die Daten für das gesamte Amazonasbecken noch unsicher seien, gebe es Anzeichen dafür, dass sich die Region von einer Kohlenstoffsenke zu einer Netto-CO2-Quelle entwick ...



05.12.2011 Wirtschaft und UmweltMit Atomstrom das Tote Meer retten?Jordanien setzt auf Uranbergbau und Kernkraftwerke für die Meerwasserentsalzung
Jordanien ist nach Regierungsangaben zu 98 Prozent von Energieimporten abhängig. Dem will das Land mit Hilfe der Atomenergie abhelfen. 2030 sollen 30 Prozent des Strombedarfs aus AKW kommen. Der erste 1000-Megawatt-Reaktor soll bis 2019 bei Mafraq, 40 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Amman, entstehen. Da die Region extrem wasserarm ist, soll der Reaktor mit dem Wasser aus der Kläranlage Kh ...



18.10.2011Vertreibung in einen NaturparkBrasilien: Biografie eines Stammesgebiets der Xavante von Marãiwatsede
Damião Paridzane ist Häuptling der Xavante, geboren 1954 in Marãiwatsede im Norden Mato Grossos, wo der Cerrado in den Amazonasregenwald übergeht. Marãiwatsede bedeutet dichter Wald. In den 60er Jahren wurden Damião und sein Stamm von dort vertrieben. Seit 2003 kämpft der Xavante um die Rückgabe des Landes und die Rückkehr seines Stammes. Doch obwohl Brasiliens Regierung Marãiwatsede 1998 als Indi ...



04.10.2011 Wirtschaft und UmweltAtomkraft für OlympiaBrasilien geht seinen Weg beim AKW-Ausbau auch ohne Deutschland
Ob mit oder ohne Deutschland will Brasilien seinen nuklearen Weg weitergehen und dazu seine reichen Uranvorkommen nutzen. Die deutsche Lücke füllt der französische Konzern Areva. So werde mit Arevas Hilfe das in Bau befindliche Atomkraftwerk Angra 3 im Süden Rio de Janeiros Ende 2015 oder spätestens zu den Olympischen Spielen 2016 ans Netz gehen, versichert Leonam dos Santos Guimarães vom staatlic ...



27.08.2011Irreality-TVFAKTENcheck: Neu entdeckte Indigene?
»Erleben Sie, wie die »Extrem-Reisenden« Mark Anstice und Olly Steeds zu einzigartigen Expeditionen zu einigen der entferntesten Orte der Erde aufbrechen und in Kulturen mit Stammeskrieg, Kannibalismus, Zauberei und Hexerei eintauchen.« So kündigt der auf Wissensvermittlung spezialisierte Pay TV-Sender Discovery Channel seine gleichfalls bei der BBC ausgestrahlte Doku-Serie »World's Lost Tribes« a ...



08.08.2011 Wirtschaft und UmweltSiegel-Kompass mit MängelnBonner Nachhaltigkeitsfilz: Den Bock zum Gärtner gemacht
Per Kaufentscheidung die Welt retten oder zumindest Arbeitsbedingungen und Umweltschutz vor allem in den sogenannten Entwicklungsländern verbessern: Das verspricht eine stetig wachsende Zahl von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Fairtrade-Siegeln. Nun hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklu ...



25.07.2011 Wirtschaft und UmweltHerbizidskandal in AmazonienDas Entlaubungsgift 2,4 D ist zwar nicht »Agent Orange«, aber doch gefährlich
Vergangenen Juni im brasilianischen Bundesstaat Amazonas: Kontrolleure der staatlichen Umweltbehörde IBAMA entdeckten im Regenwald unweit vom Rio Acari Dutzende von mit einer Plane abgedeckten Kanistern mit insgesamt vier Tonnen der Herbizide »2,4 D Amina 72«, »U 46 BR« und »Garlon 480«. Die Kontrolleure beanstandeten die mangelhafte Lagerung der giftigen Pestizide. Sie vermuteten zudem, die Gifte ...



02.05.2011 Wirtschaft und UmweltBrasiliens wachsender MüllbergBeim Pro-Kopf-Aufkommen ist Rio heute schon Weltklasse, beim Recycling nicht
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Die Stadt mit dem größten Müllaufkommen je Einwohner heißt Rio de Janeiro. Jeder Einwohner der laut Tourismuswerbung wunderbarsten Stadt der Welt produziert pro Jahr 679 Kilogramm Abfall, fast doppelt soviel wie der Durchschnittsbrasilianer. Deutlich »umweltfreundlicher« als die Cariocas sind laut Müllstatistik die Paulistas. In São Paulo werfen die Einwohner »lediglich« 445 Kilogramm Abfall pro J ...



04.04.2011 Wirtschaft und UmweltFukushima-Effekt in BrasilienNeue Diskussion über Zukunft der Atomkraft in südamerikanischem Land
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In Brasilien sorgten dieser Tage Meldungen für Aufmerksamkeit, wonach das mit deutscher Technik und Hermesbürgschaften gebaute Atomkraftwerk Angra 2 im Staat Rio de Janeiro seit zehn Jahren ohne abschließende Betriebsgenehmigung am Netz ist. Der Bericht, erstellt von den Vereinigungen der Angestellten des Nuklearen Programms, beklagt außerdem eine verschleppte Betriebsgenehmigung der Urankonze ...


21.02.2011 Wirtschaft und UmweltAusgetrocknet und abgestorbenStudie: Klimawandel im Regenwald bringt für Amazonien Jahrhundertdürren
Im vergangenen Jahr erlebte das Amazonasbecken die zweite Jahrhundertdürre binnen eines Jahrzehnts. Brasilianische und britische Wissenschaftler fürchten nun, dass dies den Klimawandel weiter anheizt und das größte Regenwaldgebiet der Erde in einen Teufelskreis gerät. Sollten sich die Extremdürren fortsetzen, werde die Amazonasregion von einer Kohlenstoffsenke zu einem der größten Treibhausgasprod ...



25.10.2010 Wirtschaft und UmweltCerrado in FlammenBrasilien: Fehlendes Feuermanagement macht Schutzgebieten zu schaffen
Großflächige Brandrodungen in den Trockenmonaten Juli, August und September sind in den zentralbrasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso, Goiás, Tocantins und Minas Gerais zwar nichts neues, doch in diesem Jahr breiteten sich die Feuersbrünste besonders heftig auch in Naturschutzgebieten aus. Bis Ende September verbrannten 48 Prozent des 66 000 Hektar großen Nationalparks Chapada dos Veadeiros im  ...



06.09.2010 Wirtschaft und UmweltGiftiges Erbe der AtomwirtschaftBaseler Weltkongress zu Uranbergbau Ende der Nutzung des strahlenden Metalls
Im Rahmen des 19. Weltkongresses der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) fand in Basel auch eine Uran-Konferenz statt. Sie hatte zum einen das Ziel, die Ärzteorganisation von Betroffenen aus erster Hand über die Folgen des Uranabbaus zu informieren. Außerdem sollten Erfahrungen im Kampf gegen die Atomindustrie ausgetauscht sowie ein globa ...



30.03.2010Weltstädteforum unter AsbestdächernUN-Tagung blendete die massiven Probleme am Konferenzort Rio de Janeiro aus
Konzerne wie Siemens, BASF und der Wasserversorger Veolia gehörten zu den offiziellen »Helden« des fünften »World Urban Forums« des UN-Wohn- und Siedlungsprogramms (Habitat) in Rio de Janeiro. Als neue Partner der UN-Stadt-Kampagne sollen diese mithelfen, die wachsenden Metropolen und ihre Bevölkerungen in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Die anderen »Helden« waren Rios Bürgermeister Eduardo da ...



23.03.2010 Wirtschaft und UmweltGlobales Problem Verstädterung»World Urban Forum« der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro eröffnet
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Rund elf Millionen Einwohner, davon etwa vier Millionen, die in über 500 Armenvierteln leben, und eine in der Welt konkurrenzlose Mordrate: Der Großraum Rio de Janeiro ist längst über seine ökologischen und sozialen Grenzen hinausgewachsen. Idealer Veranstaltungsort also für das fünfte »World Urban Forum« des Wohn- und Siedlungsprogramms der UNO »Habitat«. Die Vereinten Nationen schufen das alle z ...



21.12.2009 Wirtschaft und UmweltDamoklesschwert UranbergbauBürger im portugiesischen Alentejo gegen radioaktive Gruben
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Weidende Schafe und Ziegen, Korkeichen, Olivenhaine, Gärten voller Orangen- und Mandarinenbäume. Die Landschaft rund um das mittelalterliche Nisa im Alentejo ist reich an Tradition und ihr Käse über die Grenzen Portugals hinaus berühmt. Und diese Lebensqualität wollen die Menschen von Nisa im Norden der Region um keinen Preis aufgeben.Doch mit dem Ansteigen der Nachfrage nach Kernbrennstoffen droh ...



aufgefallen 16.11.2009 Wirtschaft und UmweltGrüner Stahl aus Brasilien?Zur bevorstehenden Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen hat Brasiliens Regierung angekündigt, bis zum Jahr 2020 den Ausstoß des Landes an Treibhausgasen um 36 bis 39 Prozent zu verringern. Greenpeace lobte den lateinamerikanischen Riesen deshalb kräftig. Der brasilianische Staatschef Lula da Silva zeige mit seinem Angebot, was engagierter Klimaschutz ist, so der Klimaexperte der Umweltorganisation,  ...



26.10.2009 Wirtschaft und UmweltPharmabranche ohne RücksichtBrasiliens Pillenmarkt wächst – und damit die Zahl der Medikamentenvergiftungen
Während etliche Wirtschaftszweige in der Krise stecken, erfreut sich eine Branche in Brasilien bester Gesundheit: Der Arzneimittelmarkt. Im vergangenen Jahr schluckten die Brasilianer Produkte der Pharmakonzerne im Wert von umgerechnet rund 10 Milliarden Euro, bei einer zweistelligen Zuwachsrate. In den kommenden fünf Jahren soll sich der Medikamentenkonsum zwischen Zuckerhut und Amazonasregenwald ...



06.07.2009 Wirtschaft und UmweltMonokultur statt »Serengeti«FAO-Vorschlag: Westafrikas Savanne soll zur landwirtschaftlichen Nutzfläche werden
Jeder kennt sie, die legendäre Serengeti, Heimat von Elefanten, Nashörnen, Büffeln, Löwen, Leoparden und Nomadenvölkern. Diese ostafrikanische Savanne ist Teil eines weit größeren, kontinentalen und artenreichen Savannengürtels nördlich und südlich der tropischen Regenwaldzone von West- bis Ostafrika, der sich von Guinea bis Somalia, von Kenia, Tansania und Mosambik bis Angola erstreckt. 600 Milli ...



20.04.2009 Wirtschaft und UmweltMato Grosso weiter auf Gen-PfadNur einzelne Produzenten steigen aus – Brasiliens Anbaufläche wächst
Erinnern wir uns: 2003. Blairo Maggi, Gouverneur des zentralbrasilianischen Bundesstaates Mato Grosso und weltgrößter Soja-Produzent mit über 200 000 Hektar Anbaufläche hatte transgene Sorten verboten. Doch bereits ein Jahr später schwenkte Maggi um und wurde glühender Gen-Soja-Befürworter. Heute wachsen transgene Sorten auf 44 Prozent der fast sechs Millionen Hektar Sojabohnenplantagen Mato Gross ...

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21.04.1997: Von Norbert Suchanek (neues-deutschland.de)

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21 de abr de 1997 - Rund drei Millionen Menschen pro Jahr vergiften sich mit sogenannten Pflanzenschutzmitteln. Und 220000 von ihnen sterben sogar, vor allem ...

28.09.1998: Von Norbert Suchanek (neues-deutschland.de)

www.neues-deutschland.de/.../731586.von-norbert-s... - Traduzir esta página
28 de set de 1998 - Seit einigen Jahren weht an zahlreichen Badestränden Europas die Blaue Flagge. Dieses »Erste europäische Umweltzeichenfür Urlaubsorte ...

04.08.1997: Von Nobert Suchanek (neues-deutschland.de)

www.neues-deutschland.de/.../671504.von-nobert-su... - Traduzir esta página
4 de ago de 1997 - Der Nationalpark Yellowstone in den USA ist sowohl einer der weltweit wichtigsten touristischen Anziehungspunkte als auch eines der ...

27.07.1995: NORBERT SUCHANEK (neues-deutschland.de)

www.neues-deutschland.de/.../561411.norbert-sucha... - Traduzir esta página
27 de jul de 1995 - Lande eine neue Generation erwachsen, die frei von Stammesdenken sich am modernen südafrikanischen Nachbarn orientiert. Erstmals in ...

02.03.1998: Von Norbert Suchanek (neues-deutschland.de)

www.neues-deutschland.de/.../701869.von-norbert-s... - Traduzir esta página
2 de mar de 1998 - Mit durchschnittlich 1,8 Urlaubern je Quadratkilometer Fläche hat Honduras nach Nikaragua mit 1,1 Urlaubern je Quadratkilometer die ...


usw...


08.01.1994 / Urvölker West-Papuas: Von Indonesien verfolgt, von der Welt vergessen / Im Flüchtlings camp von East Awin

Papuas von East Awin: Verlierer des UNO-Jahres Foto: Suchanek ND-Karte: Wolfgang Wegener Denn die Militärregierung hatte den West-Teil der Insel Neuguinea 1963 annektiert und West-Papua zur indonesisc...

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